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Zeichenkurs mit den Artists for Kids

Nach unserem wunderbaren Siebdruck-Workshop im letzten Herbst hatten wir vergangenen Freitag erneut Besuch von den Artists for Kids!

Das Motto dieses Mal: Zeichnen lernen

Wobei von „lernen“ eigentlich keine Rede sein konnte – was die Kids da einen ganzen Nachmittag lang aufs Papier gebracht haben, war klasse. Dennoch haben wir uns zunächst mit den theoretischen Grundlagen des Zeichnens auseinandergesetzt:

Woraus besteht eigentlich so ein Bleistift? Etwa aus Blei? Weit gefehlt. Der Name mag es zwar vermuten, doch das in der Mine enthaltene Graphit wurde lange Zeit fälschlicherweise für das Bleierz Galenit gehalten. Zutat Zwei ist Ton. Das Mischungsverhältnis von Ton und Graphit ist entscheidend für die verschiedenen Härtegrade der Bleistiftmine. Je mehr Graphit, desto weicher. So gibt es auf dem Bleistiftmarkt Härtegrade von 9B bis 9H. Die Zwischenstufe HB kennen wir alle. Dieser Allrounder ist wohl Bestandteil eines jeden Mäppchens der zivilisierten Welt und eignet sich sowohl fürs Schreiben als auch für Zeichnungen. Die Abkürzungen beschreiben die Beschaffenheit der Mine:

B für „Black“
HB für „Hard Black“
F für „Firm“
H für , wer hätte es vermutet, „Hard“

Während die harten H-Minen, die besonders lange spitz bleiben, sich am besten für technische Zeichnungen mit feinen, definierten Strichen eignen, finden die weichen B-Artgenossen vor Allem Verwendung im künstlerischen Bereich. Die weichen Striche lassen sich besonders gut verwischen und erzeugen dadurch Highlights und Schattierungen. Doch Schattierungen und definierte Formen entstehen auch durch einen weiteren wichtigen Kniff: Die Schraffur.

Durch viele feine, parallel verlaufende Linien erzeugt der Zeichner den Eindruck von Schattierung. Je weiter der Betrachter vom Motiv entfernt ist, desto stärker wirkt dieser Effekt. Das menschliche Auge neigt dazu, derlei Details zu einer einzigen Information zu bündeln: Die Linien erscheinen flächig. Durch das Schraffieren gezeichneter Objekte entsteht Räumlichkeit. Kreise werden zu Kugeln, Vierecke zu Zylindern.

Nach so viel Theorie ging es natürlich an die Praxis. Gemeinsam haben wir ein Häschen gezeichnet, das nur aus Kreisen und Ovalen konstruiert wurde, einen Löwenkopf für Fortgeschrittene (ein Klacks) und schließlich haben wir unserer Kreativität beim Freestyle-Zeichnen freien Lauf gelassen.

Liebe Artists for Kids, schön, dass Ihr da wart! Wir freuen uns schon auf euren nächsten Besuch.

Kreative Grüße mit i-Punkt!


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